Archiv für Juli 2009

Im Neuen Haus angekommen-Teil 1

Nach den letzten stressigen zwei Wochen haben wir den Umzug dank selbstloser Unterstuetzung von Kollegen gut ueberstanden. Kelsey, Deanna, Lisa und Ronnys Kollege Hi haben sich zwischen 8 und 9 Uhr morgens Downtown versammelt, um unser 1 bedroom leerzuraeumen. Wir wollten es ja nicht glauben, aber wir haben alle Kartons vollgepackt, die wir auftreiben konnten und laut Ronnys Aussage sind es wohl ca. 50 Kartons geworden. Raus aus dem Apartment, rein in den Aufzug. Raus aus dem Ausfzug und rein in die Eingangshalle. Erst dann hat man uns die Hintertuer aufgeschlossen, wo der Riesentruck schon auf uns wartete.

Ronny und ich hatten selbigen vom U-Haul Parkplatz geholt und etwas Muffensausen vor dem Riesenteil. Lachend versicherten wir uns, dass wir den Platz niemals brauchen wuerden und schaukelten mit zusammengebissenen Zaehnen und einem etwas gequaelten Grinsen ueber Calgary’s Strassen. Augen wurden zugedrueckt und mit viel Schwung und Mut jede noch so kleine Kurve gemeistert- inkl. Einfahrt zur Back Alley. Kaum standen wir, versuchten schon die ersten sich an uns vorbeizudruecken. Da hilft auch kein Baucheinziehen, wir hatten mit unseren Truck die Back Alley fuer alle groesseren Wagen erstmal verspeert. Pech, ist halt Auszugstag.

Vom Schwitzen und Fluchen und den gutgemeinten Witzen, wie wir das jemals alles in unseren kleinen Apartment hatten, werde ich absehen :-) Aber die Frage war nicht ganz unberechtigt und ich kann keine befriedigte Antwort geben. Werde daher alles auf ein schwarzes Loch schieben und mich jeglicher Befragung entziehen.

Logisch, dass wir letzendlich die gesammt Ladeflaeche benoetigen….kein Kommentar!

Dann schaukelte Ronny Richtung Ikea, um unser Bett und einen neuen Sessel einzuladen. Weiter sollte es zum Lager von einem Moebelhaus gehen, wo eine neuer Kuehlschrank auf uns warten sollte (ja „sollte“, dazu gleich mehr) und zu guter Letzt noch der Matratzenladen. Um den Stress auf moeglichst hohem Niveau zu halten, mussten wir den Truck auch bis 14 Uhr zurueckbringen. U-Haul hatte unsere Reservierung voll versaut und damit wir am Umzugstag noch einen Wagen hatten, mussten wir uns zaehneknirschend darauf einlassen.

Ich wartete mit Deanna im neuen Haus und der Rest der Helfer machte sich auf den Heimweg. Wer nicht kam, war Ronny. Der hatte derweil viel Spass, da weder Ikea den angeblich auf Lager habenden Sessel noch das Moebelhaus unseren bereits bezahlten und auch auf Lager habenden Kuehlschrank da hatte.

Als Ronny nach etlichen Stossgeben zum Himmel, er moege nicht saemtliche Autos der Nachbarschaft mit dem Umzugswagen anschrammen, endlich um die Ecke bog, hatten wir ca. 1 Stunde, um einen vollen Moebelwagen zu entladen. Kurzentschlossen wurde Lisa zurueckbeordert und da Meike in dem Moment freundlicherweise im Taxi angefahren kam, wurde sie kurzerhand zum Auspacken eingespannt. Es tut mir leid!

Sollten wir unseren Job mal satt haben, koennen wir uns als Umzugshelfer verdingen. Von wegen das schwache Geschlecht. Wir hatten so schnell alles auf unserem Rasen verteilt, dass jeder vor Neid erblasst ist. Merkwuerdige Nachbarn, die sich in Shorts auf dem Vorgarten rumluemmeln und nur meinten, dass es eigentlich zu heiss zum Umziehen ist, haben wir auch gleich kennengelernt. Ach echt…pffft. Gut, wir hatten uns auch den heissesten Tag des Sommers ausgesucht und natuerlich in der Mittagshitze Sachen geschleppt. 29 Grad *schwitz*.

Ronny preschte quer durch die Stadt zurueck zur Uebergabe und in der Zeit haben wir Maedels alles ins Haus geschleppt. Wir haben blaue Flecken und Schrammen als Beweis. Meike weint jetzt noch und will ihrer Mama erzaehlen, wir wuerden sie verhauen :-)

….to be continued…..Fortsetzung folgt……

Chucks in Highriver

Bilder sagen ja mehr als 1,000 Worte. Es flogen die Hufe, es wurde angefeuert und geklatscht, dass einem die Haende brannten und mal wieder ist ein Pferd ohne Outrider ueber die Ziellinie geflogen und hatte das Rennen seines Lebens. Wie immer ..lol

Bambi ganz aufgeregt haha

Come on!!!

Besagtes Pferd links aussen im Bild zu sehen.

Too funny

Eager to go

Chad Harden’s Maskottchen Skippy hat wieder allerlei Schabernack getrieben und hier einen Geburtstags-Hug verteilt.

Skippy giving a birthday hug

Okay so he is in the next heat?

Go!

And in black and white

Bis zum naechsten Jahr :-)

Als waere das Leben nicht schon spannend genug

Ich war heute mal beim Arzt und der aeussert den Verdacht auf Blinddarmentzuendung. Super. Ultraschall kann ich erst am Donnerstag machen und ich hoffe, dass es ein Fehlalarm ist, denn am Freitag und Samstag wird ja umgezogen. Morgen abend werden die letzten Papiere unterschrieben.

Ich liege also den ganzen Tag rum mit meiner Erkaeltung und versuche nicht auf der rechten Seite zu schlafen. Da kann ich ja mal meine Rodeobeitraege nachtragen :-) Hahah, dachtet Ihr wirklich Ihr kommt mir so davon? :-D

Das erste Rodeo des Jahres war in Highriver. Fuer unsere Verhaeltnisse waren wir ohnehin spaet in die Saison gestartet und nach Highriver kam mein Lieblingsrodeo in Airdrie und Stampede in Calgary. Denke ich werde alt, denn es waren soviele Menschen auf dem Stampedegelaende und alle sind sie mir ins Bild gelatscht, da wurde ich doch etwas grantelig….

Nun also ein paar Highriverbilder, wo es immer Rodeo und Chuckwagon gibt. Wie immer haben die Tiere gewonnen, es gab Abwuerfe, schnelle Kaelber, „fliegende Pferde“ und umgefallene Tonnen beim Barrel Racing.

und tschuess

Abwurf

All 4 in the air

Exploding Energy

Deja-vue?

You got it!

Dusty start

Fallin'

Barrel Racing

Great Force

Hatten wir Spass? Ich glaub schon haha

Laughing Pickup Man

Wir nehmen uns auch nicht zu ernst und das macht es immer wieder zu einem spassigen Erlebnis.

50-50 Tickets Chicken...

Chuckwagonbilder kommen im naechsten Beitrag, damit ihr mir nicht einschlaft…

Goodbye

Oma

Wie nimmt man Abschied von jemanden, der immer da war solange man sich zurueckerinnern kann? Auch wenn 99 Jahre ein wahrhaft biblisches Alter ist, werde ich Oma anders in Erinnerung haben. Juenger irgendwie. Ich kann es nicht erklaeren. Oma hat Feste immer gefeiert wie sie fielen.

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Nach dem Motto „kommt man ueber den Hund, kommt man ueber den Schwanz“, wurde alles angepackt, was das Leben einem so vor die Fuesse geworfen hat. Nuetzt ja nischt sich darueber zu beschweren, davon ist es auch nicht besser geworden. Und wer 99 Jahre alt wird hat sicherlich auch dunkle Zeiten erlebt. Trotzdem werde ich mich am meisten an ihre lustige Art erinnern und nach einem kleinen Absacker wurde dann schon mal „Lott is’ tot“ gesungen. Was jedem Aussenseiter sicherlich makaber vorkommen mag. Mich bringt es immernoch zum lachen. „Polnische Kriegslieder“ wuerde Pedde das wieder nennen….

Nachdem ich nicht auf der Beerdigung sein konnte, bleibt mir nichts anderes uebrig als durch alte Fotos zu kramen und mich an all die schoenen Dinge zu erinnern und die ein oder andere Traene zu vergiessen. Wer von uns 6 Enkelkindern wird sich nicht noch an Zuckerei erinnern oder die 2 Wuerstchen auf dem Salzgittermarkt, die es immer Freitags gab. Oder die Ausfluege zum Robin mit der Riesencurrywurst oder der Einkauf beim Edeka, wo es dann Amerikaner oder einen Schwarz-Weiss Keks gab.

Wie wir immer Oma’s Wohnung auf den Kopf gestellt haben und aus den drei Matratzen, einem Schrubber, 2 Decken, etlichen Laken und ca. 100 Waescheklammers eine Hoehle gebaut haben, die Oma dann wieder abbauen durfte. Die Gute-Nacht Geschichte mit den „Drei kleinen Sternchen“ oder das Gurgeln der Kaffeemaschine morgens, weil der Tag mit einer Tasse guten Kaffee begonnen werde musste, der jedem 30-jaehrigen noch Herzklabastern verpasst haette. Eine Tasse Kakao und eine Honigstulle hat auf einen gewartet sobald man aus dem Bett gestolpert kam. Wir drei „Kleinen“ haben unseren ersten verduennten Kaffee oder Karokaffee aus Oma’s bunten Mokkataesschen getrunken und uns um den „Baller“ im Broetchen gestritten.

Oder dass Oma uns immer zum Bus gebracht hat, egal ob es geregnet oder geschneit hat. Besuche bei Oma waren ein Abenteuer und als Belohnung gabs zum Abendbrot eine Butterstulle mit Gesichtswurst und die Tagesthemen. Egal, ob man gerade vor 5 Minuten noch mit Kissen nach dem anderen geworfen hat, Oma’s Schreibtischutensilien mit Nicht-Abwaschbarere schwarzer Tinte zum Postamt umfunktioniert hat oder saemtliche Knoepfe auf ein Kissen genaeht hat. Jedes nochso zweifelhaft-schoene Kunstwerk wurde bewundert und in den Schrank gestellt (ich errinnere da nur an Clarissa’s selbstgebastelter, schraeger Wiege oder selbstverfasster Briefe mit aufgeklebten Muscheln und Plastikballons, die man sich vorher von den neuen Hausschuen gerissen hat :-) ).

Ich hoffe der freche Floh hier wird sich auch an Oma erinnern koennen. Wenn nicht, dann werden wir beim naechsten Famillientreffen wieder die „alten Geschichten“ rausholen, die wir immer erzaehlen, wenn wir uns alle wiedersehen….

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Die „Sturmhaare“ und die Ohren :-) hat sie auf jeden Fall von Oma….

Oma und ich

Was fuer eine turbulente Enkelscharr und Familie sie immer unter einen Hut bekommen hat….

Die glorreichen Drei

Antje, Pedde und Patricia

Leckerer Sommer

Auch wenn das Wetter zur Zeit nicht das Beste ist, aber die Sommerfruechte sind super lecker. Kirschen, Erdbeeren und Himbeeren….

So muss los Tauben verscheuchen, die meinen mein Kraeutergarten ist ein Selbstbedienungsladen..schhh…schhh.schhh

Summer Fruit

Sabber….

Strawberry

Happy Canada Day

Happy Canada Day