Nach den letzten stressigen zwei Wochen haben wir den Umzug dank selbstloser Unterstuetzung von Kollegen gut ueberstanden. Kelsey, Deanna, Lisa und Ronnys Kollege Hi haben sich zwischen 8 und 9 Uhr morgens Downtown versammelt, um unser 1 bedroom leerzuraeumen. Wir wollten es ja nicht glauben, aber wir haben alle Kartons vollgepackt, die wir auftreiben konnten und laut Ronnys Aussage sind es wohl ca. 50 Kartons geworden. Raus aus dem Apartment, rein in den Aufzug. Raus aus dem Ausfzug und rein in die Eingangshalle. Erst dann hat man uns die Hintertuer aufgeschlossen, wo der Riesentruck schon auf uns wartete.
Ronny und ich hatten selbigen vom U-Haul Parkplatz geholt und etwas Muffensausen vor dem Riesenteil. Lachend versicherten wir uns, dass wir den Platz niemals brauchen wuerden und schaukelten mit zusammengebissenen Zaehnen und einem etwas gequaelten Grinsen ueber Calgary’s Strassen. Augen wurden zugedrueckt und mit viel Schwung und Mut jede noch so kleine Kurve gemeistert- inkl. Einfahrt zur Back Alley. Kaum standen wir, versuchten schon die ersten sich an uns vorbeizudruecken. Da hilft auch kein Baucheinziehen, wir hatten mit unseren Truck die Back Alley fuer alle groesseren Wagen erstmal verspeert. Pech, ist halt Auszugstag.
Vom Schwitzen und Fluchen und den gutgemeinten Witzen, wie wir das jemals alles in unseren kleinen Apartment hatten, werde ich absehen
Aber die Frage war nicht ganz unberechtigt und ich kann keine befriedigte Antwort geben. Werde daher alles auf ein schwarzes Loch schieben und mich jeglicher Befragung entziehen.
Logisch, dass wir letzendlich die gesammt Ladeflaeche benoetigen….kein Kommentar!
Dann schaukelte Ronny Richtung Ikea, um unser Bett und einen neuen Sessel einzuladen. Weiter sollte es zum Lager von einem Moebelhaus gehen, wo eine neuer Kuehlschrank auf uns warten sollte (ja „sollte“, dazu gleich mehr) und zu guter Letzt noch der Matratzenladen. Um den Stress auf moeglichst hohem Niveau zu halten, mussten wir den Truck auch bis 14 Uhr zurueckbringen. U-Haul hatte unsere Reservierung voll versaut und damit wir am Umzugstag noch einen Wagen hatten, mussten wir uns zaehneknirschend darauf einlassen.
Ich wartete mit Deanna im neuen Haus und der Rest der Helfer machte sich auf den Heimweg. Wer nicht kam, war Ronny. Der hatte derweil viel Spass, da weder Ikea den angeblich auf Lager habenden Sessel noch das Moebelhaus unseren bereits bezahlten und auch auf Lager habenden Kuehlschrank da hatte.
Als Ronny nach etlichen Stossgeben zum Himmel, er moege nicht saemtliche Autos der Nachbarschaft mit dem Umzugswagen anschrammen, endlich um die Ecke bog, hatten wir ca. 1 Stunde, um einen vollen Moebelwagen zu entladen. Kurzentschlossen wurde Lisa zurueckbeordert und da Meike in dem Moment freundlicherweise im Taxi angefahren kam, wurde sie kurzerhand zum Auspacken eingespannt. Es tut mir leid!
Sollten wir unseren Job mal satt haben, koennen wir uns als Umzugshelfer verdingen. Von wegen das schwache Geschlecht. Wir hatten so schnell alles auf unserem Rasen verteilt, dass jeder vor Neid erblasst ist. Merkwuerdige Nachbarn, die sich in Shorts auf dem Vorgarten rumluemmeln und nur meinten, dass es eigentlich zu heiss zum Umziehen ist, haben wir auch gleich kennengelernt. Ach echt…pffft. Gut, wir hatten uns auch den heissesten Tag des Sommers ausgesucht und natuerlich in der Mittagshitze Sachen geschleppt. 29 Grad *schwitz*.
Ronny preschte quer durch die Stadt zurueck zur Uebergabe und in der Zeit haben wir Maedels alles ins Haus geschleppt. Wir haben blaue Flecken und Schrammen als Beweis. Meike weint jetzt noch und will ihrer Mama erzaehlen, wir wuerden sie verhauen
….to be continued…..Fortsetzung folgt……































